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Der Weg ist das Ziel "In der digitalen Prozesskunst ist jedes Werk ein Programm, das Bilder, Animationen, Text oder Musik erfindet. Dank kontrollierter Anwendung von Zufall entsteht bei jeder Ausführung etwas Neues", so Rémy Mouton über seine Werke. Standbilder sind in Moutons Kosmos wundersam komplexer, digitaler Erscheinungen eigentlich nicht vorgesehen. Alles ist im Fluss, wird ständig neu berechnet, ist lebendig. So wird der volle Umfang der digitalen Prozesskunst am besten in Projektionen sichtbar, die direkt aus dem Rechner die Milliarden von generierten Bildvariationen an die Wand werfen. Die Bilder der Serie "Bilune - Hommage à Picabia" sind ein abenteuerlicher Ausflug in die Welt der Geometrie mit einem Bezug auf die klassische Moderne. Francis Picabia versuchte in seinen abstrakten Werken um 1913 der Reinheit von Form und Farbe so nah wie möglich zu kommen, inspiriert von Tanz und dem Leben der großen Städte. Die Inspirationsquellen sind bei Rémy Mouton anderswo, nämlich wiederum im Prozess, zu finden. Er greift auf, was er in "mikroskopischen" Programmschleifen an Schönem findet, um es auf eine "globale" Ebene zu heben. So erzielt er Ergebnisse, die in ihrem Ausdruck der abstrakten Malerei gleichkommen, ohne jedoch malerische Effekte zu imitieren. Das Programm ist das Werk, der Prozess ist der Weg, absolute Vielfalt das Ziel. So sind die Bilder der LUMAS Edition wie die Standbilder eines Filmes zu verstehen: Sie verdichten Momente der Entwicklung eines lebendigen Bildwerkes, das erstaunlich einfachen Prinzipien folgt, dabei komplexe Muster in vom Künstler festgelegten Farben und Steuerungsprinzipien entstehen lässt. Angestrebt wird die Ausgewogenheit zwischen Vielfalt und Stimmigkeit. Zum tieferen Verständnis der Prozesskunst sei ein Besuch von Rémy Moutons unterhaltsamer Einführung in seine Kunst im Netz unter remy.mouton.free.fr/gespraech ausdrücklich empfohlen.