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TIM PORTER

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EINFÜHRUNG

Wenn der in Tokio lebende Fotograf Tim Porter seine Serie von Farbtafeln "Ether" (zu Deutsch: Äther) nennt, so ist das natürlich nicht wörtlich zu nehmen, sondern verweist auf das Ätherische. Dies wiederum weist assoziativ auf die unendliche Weite des Himmels hin, in welchem der Dunst ätherischer Essenzen aufsteigt. Porter will uns mit seinem Titel auf die Fragilität und Flüchtigkeit, auf die in diesen Farbkompositionen innewohnende Poesie der leisen Sinnlichkeit hinweisen, auf die Vielfalt innerhalb dieser reduktionistischen Bilder. So wie beim "Pianissimo" in einem Musikstück sollen wir unsere Augen "spitzen", um aus diesen Bildern jene ätherischen Klänge zu hören, die unser Inneres berühren können. Tim Porter ist ein bekannter, international vielfach ausgestellter Fotograf. 1946 in Washington, D.C., geboren, studierte er zunächst Literatur und Philosophie an der University of Virginia. In den späten 60er Jahren begann er nach seinem Umzug nach Kanada in Montreal zu fotografieren. Seine Reisen führten ihn nach Asien, in den Südpazifik und nach Japan, wo er heute lebt und unter anderem der "Director of Tokyo Photographic Workshops" ist. Seine zweite, von LUMAS aufgelegte Serie verkörpert Porters zweite Passion: Form und Vielfalt der japanischen Gärten. Konsequent s/w umgesetzt, zeigt Porter diese Gartenoasen als künstliche, von Menschenhand inszenierte natürliche Bühnenbilder. Gekonnt verbindet er dabei das Theatralische mit der Sehnsucht nach dem Urtümlichen, Natürlichen, welches exakt jene Mischung an Impressionen und Gefühlen in uns weckt, die uns lange Spaziergänge in Parks und Gärten unternehmen lässt, wo wir uns "Eden", dem Garten aller Gärten, für einen kurzen Moment nahe fühlen.