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Peter Doig ist der Meister des Vermischten. Vordergründig romantisch ist die Szenerie seiner Drucke Paragon und Curius. Einsame Inseln, der Mensch im Urzustand, in Harmonie mit der Natur? Wären nicht die Farben. Doigs Palette ätzt die allzu glatte Bedeutungsebene ein wenig an, nimmt der Postkartenidylle den Glanz, legt die Schichten darunter frei. Tagträume sind es eher, magisch real und ein wenig mysteriös, mit einer unwägbaren Komponente. Unauslotbar sind auch die Einflüsse des weitgereisten Engländers: Van Gogh, Munch, Edward Hopper und die Impressionisten zitiert er, vermischt Maltechniken und nimmt seine Motive auf, wo er sie wohlfeil finden kann: aus Fotografie, Film und wiederum der Geschichte der Malerei, dazu eine gute Prise der eigenen Kindheit –die Mischung machts und macht uns denken: darüber wo wir stehen, in der postmodernen Welt, von Symbolen und Bedeutungen umringt. Oft zusammen mit Luc Tuymans und Neo Rauch genannt, bieten uns diese Künstler Statements im Rauschen der medialen Brandung. Peter Doigs Szenerien, was zeigen sie: die Ruhe vor oder nach dem Bedeutungssturm?