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JACOB CARTER

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ÜBER DEN KÜNSTLER

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EINFÜHRUNG

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VITA

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PUBLIKATIONEN

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WERKE

1940 Landscape

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Coast of Britain

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Wilderness

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ÜBER DEN KÜNSTLER

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EINFÜHRUNG

Zurück in die Zukunft Jacob Carter zeigt uns in seinen Werken die Qualitäten eines englischen Dandys. Hier scheint der Ästhetizismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts durch, Carter kitzelt aus obsoletem Filmmaterial eine Schönheit heraus, die eher der Jugendzeit der Fotografie entsprungen scheint als modernen Prozessen. Carter bevorzugt als Vorlage seiner Ästhetik die farbige Postkarte des Fin de Siècle. Um nach langem Elaborieren mit Gummi Arabicum und Salzen zu exzellenten Landschaftsbildern zu finden, vertraut er letztendlich doch digitaler Hilfe bei der Vollendung, aber seine Einstellung zum Fortschritt bleibt kritisch: "Alle Technologien und Erfindungen sind Zeit ihres Lebens von der Gewissheit gezeichnet, daß sie durch Verbesserungen entbehrlich werden. Alle Technologie ist in einem Zustand unablässigen Wandels... Eine Aufzählung fotografischer Prozesse und Techniken, die heute als vom Fortschritt ausgesondert gelten, legen hierfür Zeugnis ab." Eine seiner Serien verweist ausdrücklich auf die Epoche der vierziger Jahre. In dieser nahen Vergangenheit begann der Siegeszug der Farbfotografie. Carter interessiert hier das Primitive. Er versucht die Rückkehr zur "Unschuld" mit seiner Kunst, indem er eine Synthese bestimmter Farben, Strukturen und Tonwerte versucht, die für diese Ära bezeichnend war und auch so erinnert wird. Aber was geschah in der Zwischenzeit, was erzählen seine zeitgenössischen Bilder von den britischen Küsten, von den Ufern der Themse und aus der kanadischen Wildnis? Der Mensch nahm Besitz von den Landschaften, veränderte sie durch Industrie und Tourismus, brachte ihre Leuchtkraft zum verblassen. Jacob Carter fand die Farben wieder, in seiner Trickkiste fotografischer Techniken. Das macht ihn zum Dandy, zum Ästheten – was schert ihn die Moderne, wenn es die Schönheit zu erfinden gilt? Horst Klöver