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HOLGER LIPPMANN

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EINFÜHRUNG

Digitale Malerei Holger Lippmann sagt zu seinem Vorgehen: „Manchmal nehme ich auch Stift und Papier in die Hand. Oft ist es aber wirklich so, dass ich wenig später am Computer weiterarbeite. Mir begegnen beim Zeichnen einfach zu viele Situationen, wo ich am Computer weitaus exzessiver experimentieren, aus einer Idee in kürzester Zeit voller Energiegeladenheit alle möglichen Variationen durchspielen und wieder zu allen Ausgangspunkten zurückgehen kann … Auch fühle ich mich mit dem Stift in der Hand eher romantisch, so, als wollte ich mit Steinen Feuer machen. Die hier gezeigten Arbeiten basieren im wesentlichen auf speziell für diese Bilder entwickelten ‚Zufallsprogrammen’.“ Da ist zum Beispiel eine Linie oder ein Zylinder, welche in Anzahl, Position, Grösse, Richtung, Drehung, Alphawert usw. zufällig gestreut werden. Natürlich regle ich dabei eine Vielzahl von Parametern so, dass ein Höchstmass an ausgeglichenen Kompositionen generiert wird. Später suche ich aus einer Vielzahl solcher Streuungen bestimmte interessante Kompositionen aus, um sie mit anderen, ähnlich oder anders erzeugten, Ebenen – zum Beispiel mit fraktalen Berechnungen – in Verbindung zu bringen. Der innerlich ablaufende Arbeitsprozess ist der gleiche wie zu den Zeiten meiner herkömmlichen Arbeitsweise mit Farbe und Leinwand. Deshalb nenne ich meine heutige Arbeit gerne auch ‚digitale Malerei’ oder „Computer-aided Painting.“